Montag, 26. Januar 2009
Tansania!
Nach etlichem Gebummel in Malawi und etwas Frustrationen darueber, habe ich es dann doch geschafft und habe am 15.1. nach genau zwei Monaten Malawi verlassen.
Jetzt bin ich in Tansania.
Der Uebergang war wieder ziemlich rough. Jedes Land ist hier anders und damit jedes Mal ein kleiner Schock.
Waehrend wir es mal wieder langsam angingen und Mzuzu erst am spaeten Morgen verliessen, um Richtung Grenze zu fahren, galt es erstmal mit den Taxifahrern in Karonga zu fighten. Jedesmal wenn man in Malawi einen Bus verlaesst (als Weisse) stuerzen gleich mehrere Jungs gleichzeitig auf dich zu, begruessen dich, fragen wo du hin willst, einer greift nach dem grossen Rucksack, der andere nimmt die andere Tasche, no problem, good price, yes we go immediately, yes, straight to ..., no problem, mother (the call me mother!!!). Es ist meist absolut hektisch und ueberfordert mich immer noch, obwohl ich schon lachend darauf eingehen kann und eben ueber Preis und sonstige Bedingungen streiten kann. Wenn's ganz boes kommt, dann streiten (und pruegeln die sich gerne auch mal untereinander darueber, wer denn jetzt mich in sein Auto/ Bus schleifen darf. Da wird auch schnell mal der Preis gedrueckt, auch wenn man dann am Ende doch den urspruenglichen Preis zahlen soll (was ich nicht mache, da bin ich absolut tough).
Alles irgendwie gar nichts gegen den Bus, der uns in Tansania erwartete. Wir waren erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit mit der Einwanderungsbehoerde fertig (das erste mal, naja, vielleicht nach Malawi das zweite Mal, das wir wirklich nette, freundliche und entspannte Beamte hatten, in Mosambik und Simbabwe haette ich sie allesamt abwatschen koennen und wenn sie das merken, dann hat man schon verloren), haben dann ein Fahrrad genommen (mit Fahrer, das billigste Taxi in Afrika, vor dir strampelt sich einer so ab, dass man manchmal die Schweissperlen abbekommt :-[ und haben dann auf den Bus nach Mbeya gewartet.
Der kam, voellig ueberfuellt, ein uraltes, verkitschtes asiatisches Exemplar eines mittelgrossen Busses, bis auf den letzten Zentimeter voll, wir wurden trotzdem noch mit reingequetscht, und dann ging es in einem totalen Affenzahn durch die Dunkelheit. Zwischendrin wurde noch mal schnell ein sich nicht angemessen verhaltender Fahrradfahrer vom Weg abgedraengt und in den Wald gejagt (ab und zu sind die Maenner hier unerwartet agressiv, laut und brutal) und ich hatte das erste Mal richtig Angst, zumal es auch noch regnete und Reifen wie Strasse in bedenklichem Zustand waren.
Nach drei bangen Stunden kamen wir dann doch ganz heil an. Wir konnten sogar irgendwann sitzen und gespannt den lautstarken Streitereien in Swaheli lauschen. Man weiss nicht so recht, ob es Streit ist oder nur eine normale Unterhaltung.
Inzwischen habe ich mich gut an Tansania gewoehnt und finde die Menschen hier erstaunlich tolerant und grosszuegig.
Demnaechst mehr!
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