Freitag, 22. August 2008

Kruger Park Report

Kurzer Kommentar zu den Fotos: Ich bekomme das leider nie so hin, wie ich moechte, die Fotos landen nicht dort, wo sie sollen, viele lassen sich gar nicht laden... Und vor allem kann ich sie nicht wieder loeschen! Oben sind Byron und ich auf Canyon Tour und die Giraffe... naja, das sieht man ja wohl. Ich schaue bescheuert aus, aber jetzt ist es halt dort :-[
Vier wunderbare Tage im Kruger National Park liegen hinter mir. Am Montag morgen wurde ich in Johannesburg wieder von Jan, der schon zum Flughafen kam, abgeholt und er hat mich wieder zum Flughafen gebracht. Dort traf ich auf Byron, mein Privatfuehrer fuer die naechsten drei (dann warens vier) Tage. Wie sich herausgestellt hat, war ich der einzige Gast auf der Tour, was natuerlich fantastisch war. Ich bin einfach ein Glueckspilz. Byron war der bester Fuehrer, den ihr euch vorstellen koennt: gut informiert, vertrauenswuerdig, charmant, unkompliziert, fuersorglich, gut aussehend etc. pp. (er liest das jetzt wahrscheinlich und kanns auch verstehen :-) it's true, mate, you've been wonderful). Leider habe ich ihn wohl gleich zu Beginn ein bisschen enttaeuscht, denn wir sind ungefaehr acht Stunden unterwegs gewesen und ich habe fast die ganze Zeit geschlafen... Peinlich, aber ich war von einer unfreiwillig durchwachten Nacht total kaputt. Naja, abends sind wir dann noch auf einen sogenannten Sunset Drive in einem open vehicle, dass muesst ihr euch so ungefaehr vorstellen wie bei Tim und Struppi im Kongo... ich habe leider keine Foto davon gemacht. Ein bisschen so aehnlich wie ein Jeep, nur groesser und fuer bis zu 20 Leuten.
Wir sind dann fuer etwas drei Stunden durch den Park gefahren und habe doch auch ein bisschen was gesehen (Bueffel, Elefanten, Impalas, Giraffen, Gnus (= Mister Ugly) Wasserboecke und viele verschiedene Antilopenarten, von denen ich meist nicht mal den deutschen Namen kenne, mir daher den englischen kaum merken kann... und ueberhaupt sehe ich ja nicht so gut... also ist Safari ein bisschen Stress fuer mich, weil immer alle tolle Tiere sehen und ich sehe nix! Aber ich habe mir vor genommen an diesem Komplex zu arbeiten. Auch ich kann scharf sehen! Jawohl!
Der naechste und uebernaechste Tag waren auch mit Safaris im Park vollgepackt (und ich habe sogar sehr viel gesehen!), bzw sind wir am vierten Tag noch auf eine Bootsfahrt im Blyde River Canyon gewesen und konnten eindrucksvolle Landschaften, Nilpferde und Krokodile sehen. Abends haben wir unseren Bootsfahrer noch in seinen Township gebracht und als Dank hat er uns ein bisschen seinen Familie und die Township gezeigt. Ich war ja schon in Soweto gewesen, aber dieser Einblick in die Township Acornhoek war noch viel direkter und unmittelbarer (nicht nur vom Auto aus, von dem man moeglichst nicht mal das Fenster oeffnen sollte, wie in Jo'burg).
Townships muss man sich als eine riesige Ansammlung von mehr oder weniger einfachen Huetten von der groesse und Machart unserer Gartenschuppen vorstellen. Sie haben immerhin meist ein bisschen Garten drumherum. Und dort leben dann mehrere Generationen und manchmal im Hinterhof sogar noch weitere Familie in noch kleineren Huetten. Wenn die Gegenden ganz arm sind, bestehen die Huetten aus Wellblech. Wie arm die Menschen hier leben macht man sich gar nicht bewusst, wenn man sich so von jemanden ueber den Fluss schippern laesst, der einem sehr gut informiert und ganz befliessen Auskunft ueber die Gegend und Fauna und Flora gibt. Ich war froh, dass wir ihn heimgefahren haben und das gesehen haben. Aber es war sicherlich nicht das letzte Mal, dass ich so etwas erlebt habe. Toll war da natuerlich, dass ich mit Byron unterwegs war, alleine waere ich da wohl nicht dazu gekommen und dabei haette ich auch nicht die Traute gehabt, mich in solche Gebiete zu wagen. Kommt vielleicht noch.
Am naechsten Tag hat Byron mich noch nach Nelspruit gefahren und dann hiess es Abschied nehmen. Das war schon fast traurig, denn ich koennte mich natuerlich gut an so einen "Begleitservice" gewoehnen, wenn ich es mir auch nicht wirklich leisten kann.
Nelspruit ist die Hauptstadt von Mpumalanga (vormals Transvaal). Von hier aus fahre ich jetzt heute nach Mosambik. Mosambik klingt wunderbar, es ist noch unberuehrter, hat wunderbare Landschaften und Straende, tolle Tauchgebiete und wohl auch sehr freundliche und entspannte Leute und diejenigen, die schon dort waren, haben sich dort viel sicherer gefuehlt als hier in Suedafrika. Ich schreibe dann wieder von dort, oder eben spaeter, weil ich nicht weiss, wie das Internet dort funktioniert. Was ich gehoert habe, klingt nicht so hoffnungsvoll.
Schreibt mir mal, ich freue mich!

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